Forschung

Das Medienzentrum ist in vielfältiger Weise in die Forschung an der Universität Mainz eingebunden. Hier finden Sie eine Übersicht darüber, wie wir die Forschung an der Universität unterstützen und auf welchen Gebieten wir selbst aktiv sind.

Medienkonvergenz und Erzählen
Nicole Labitzke ist seit 2009 Mitglied im Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz der Universität Mainz und in der dortigen interdisziplinären Arbeitsgruppe Transmediales Erzählen. Inhaltlich widmet sich die AG insgesamt dem Zusammenhang von Medienkonvergenz und Erzählen und fragt nach den Konsequenzen konvergenter Entwicklungen für narrative Medieninhalte, die in Zeiten der Medienkonvergenz zunehmend medien- und medientextübergreifend konzipiert und dargestellt werden. In diesem Umfeld beschäftigt sich Nicole Labitzke mit neuen partizipativen Erzählformen wie beispielsweise Alternate Reality Games und den sich dabei verändernden Relationen zwischen Medieninstitutionen und ihren Nutzern.

 

Forschungsunterstützung

Das Medienzentrum unterstützt die Forschung an der gesamten JGU in verschiedenster Weise mit medialen Mitteln. Besonders hervorzuheben ist der Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz, wie auch unser Beitrag zur Real-Time-Response-Messung.

Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz
Das Medienzentrum ist Core Facility des Forschungsschwerpunkts Medienkonvergenz der Universität Mainz. Als zentrale Serviceeinrichtung unterstützen wir die Mitglieder und beteiligten Einrichtungen mit unseren Dienstleistungen. Der Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz ist ein interdisziplinärere Verbund, der fächer- und hochschulübergreifend zusammengesetzt ist. Hier kooperieren die kulturwissenschaftlich und die sozialwissenschaftlich orientierten Medienfächer unter Einbeziehung von Medienrecht, Medienmanagement und Medienkunst.Mit zunehmender Geschwindigkeit und Breitenwirkung findet eine umfassende Mediatisierung der Lebenswelt statt. Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit erfolgt im öffentlichen wie im nicht-öffentlichen Raum mittlerweile fast ausnahmslos über Medien, die im Zuge der Digitalisierung interaktiv und multimedial geworden sind. Die Fusion von Text, Bild und Ton sowie die zunehmend interaktiven Formen der Mediennutzung führen – nicht nur im Internet – zu einer Neuorganisation des kulturellen Wissens, wie des sozialen Gedächtnisses. Ziel des Forschungsschwerpunktes Medienkonvergenz ist es, die rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen dieser rasanten Medienevolution, wie auch ihre kulturellen Potenziale und kreativen Möglichkeiten kritisch zu erfassen und wissenschaftlich aufzuarbeiten.
Real-Time-Response-Messung
Seit 2004 unterstützen wir Real-Time-Response-Messungen innerhalb, sowie außerhalb der JGU mit Know-how und der entsprechenden RTR-Infrastruktur (EARS). Unser Leistungsspektrum reicht dabei von der Produktion des Stimulus-Materials bis zur kompletten Durchführung des Experiments vor Ort.Die RTR-Messung ist ein Instrument der empirisch ausgerichteten Medienforschung. RTR erlaubt eine kontinuierliche Erfassung der subjektiven Wahrnehmung während der Rezeption von medialen Angeboten. Probandinnen und Probanden geben mit Hilfe eines Drehreglers ihr Urteil über das Stimulusmaterial (Nachrichtenbeiträge, Werbespots u.v.m.) zum Zeitpunkt der Wahrnehmung und über die gesamte Rezeptionsphase hinweg ab.

Mit den klassischen Methoden Fragebogen oder Gruppendiskussion, die mit zeitlichem Abstand zur Rezeption stattfinden, sind spontane Reaktionen und Bewertungen nur schwer rekonstruierbar. Die Real-Time-Response-Messung ist deshalb eine wichtige Ergänzung des kommunikationswissenschaftlichen Methodeninstrumentariums.

RTR-Experimente
RTR-Ausstattung